H1: Knappe Niederlage in Saarlouis !

09.04.18
Wölfe verlieren im Spitzenspiel in Saarlouis mit 27:26 (14:13).
Wölfe

Wölfe

Die Mannschaft von Michael Göbel ging etwas ersatzgeschwächt in dieses Spitzenspiel am Samstagnachmittag, Dirk Ströker und Laszlo Kinsces fehlten krankheitsbedingt und Pavlov und Rudolph gingen angeschlagen in das Spiel. Vor dem Spiel wurde viel Augenmerk auf die Saarlouiser Angriffsachse um Max Hartz, Spielertrainer Altmeyer und die beiden körperlichen Kreisläufer gelegt. Das Spiel begann auch so wie sich die Wölfe es sich vorgenommen haben, die Abwehr stand solide und vorne konnte man den Ball laufen lassen und sich Wurfmöglichkeiten erarbeiten (1:3 nach 6 Minuten). In den folgenden Minuten fand aber auch die HG Saarlouis mehr und mehr ins Spiel. Ein kleiner Bruch ins Merziger Spiel kam mit einer zwei Minutenstrafe gegen HSV Kapitän David Pfiffer, Saarlouis nutzte die Überzahl und konnte mit 3 Toren in Führung gehen (7:4 nach 13 Minuten). HSV Trainer Göbel reagierte und brachte Jan Schattschneider für Hoffeld ins Tor und Pavlov für Zvekic in den rechten Rückraum. Die Wölfe verkürzten den Rückstand und konnten wieder über zweimal Pavlov und dreimal Pfiffer in Führung gehen (8:9 20 Minuten). Dem Spiel merkte man nun die Brisanz eines Spitzenspiels an und es wurde immer ruppiger und härter geführt, was begünstigt durch einige sehr strittige Entscheidungen der beiden Unparteiischen auf beiden Seiten zu einer hitzigen Atmosphäre in der Stadtgartenhalle führte. Die Saarlouiser präsentierten sich in dieser Phase aktiver und Altmeyer konnte mehrmals seine Kreisläufer freispielen, die nicht von einem Merziger Spieler alleine gehalten werden konnten. Im Angriff war es immer wieder David Pfiffer, der im Zusammenspiel mit Arnold und Rudolph für Erfolge sorgte. Saarlouis präsentierte sich vorne aber geschlossener und konnte so mit einem Tor Führung in die Pause gehen. (14:13)

Thema der Halbzeitansprache blieb insbesondere die Abwehr, die ihre Probleme mit den Kreisläufern der HGS hatte und die Chancenverwertung auf den Außenpositionen.

Die Anfangsminuten der zweiten Halbzeit gehörten den Halblinken beider Mannschaften, Max Hartz und Michael Arnold die sich mit Torerfolgen Abwechselten, aber mit besserem Ausgang für Saarlouis da Hartz oft auch mit Kontakt noch Bälle traf. So geriet Merzig mit drei Toren ins Hintertreffen (19:16 36. Minute) und Trainer Michael Göbel war gezwungen Hartz in Manndeckung zu nehmen. Saarlouis reagierte darauf und brachte den 7. Feldspieler. Die Merziger Abwehr agierte aber gut auf die eigene Unterzahl und Rudolph und Duchene konnten zusammen mit dem gut aufgelegten Jan Schattschneider mehrere Bälle abwehren, die Schattscheider direkt ins Saarlouiser Tor beförderte. Vorne übernahm nun Spielmacher Pfiffer als Hauptangreifer und brachte seine Truppe mit vier Toren nach Gang wieder in Führung (20:21 45. Minute). Die Abwehr war nun kämpferischer aufgelegt und ein Gegenstoß von Bernady baute die Führung noch etwas aus, aber Saarlouis konnte über den erfahrenen Altmeyer ausgleichen und begünstigt durch zwei unplatzierte Würfe und zwei Pfostentreffern von außen in der 53. Minute mit 3 Toren (26:23) in Führung gehen. In dieser Phase merkte man das Fehlen von Kinsces, der hier sicherlich für Entlastung gesorgt hätte, so verteilte sich die Angriffslast auf zu wenige Schultern und insbesondere David Pfiffer und Michael Arnold, der mit einem Cut am Kinn spielte, merkte man die kräfteaufreibende Spielweise sowie die harte Saarlouiser Abwehr an. Aber Merzig war noch nicht ganz geschlagen, 4 Minuten vor Schluss brachte Pavlov Merzig auf ein Tor heran, aber Saarlouis schaffte die zwei Tore Führung durch einen glücklichen Treffer von Gilles Thierry wieder herzustellen. Nach einer von Arnold herausgeholten Zwei-Minuten strafe, traf Pfiffer zum 27:26 und Merzig hatte bei eigener Überzahl und Ball in der 59. Minute die Chance auszugleichen. Michael Arnold , der mit viel Kontakt auf 6 Meter abschloss traf nur den Pfosten. Saarlouis hatte also bei 59.20 den Ball und war auf dem Weg nach vorne, aber Marcel Rudolph konnte zusammen mit Michael Arnold den Ball abfangen und Merzig hatte 25 Sekunden vor Schluss noch einmal die Chance auf den Ball. Merzig schaffte es Bernady gegen die verschiebende Saarlouiser Abwehr mit Platz frei zu spielen, er scheiterte nun leider am Torwart Oskar Müller. Somit blieben die Punkte in Saarlouis.

Am Ende war dies ein Spiel auf Augenhöhe, das Saarlouis auf Grund der breiter verteilten Leistung gewann. In diesem umkämpften Spiel merkte man den HSV-Spielern irgendwann die kräfteaufreibende Spielweise an und Saarlouis konnte sich in der Abwehr zu sehr auf einzelne Akteure konzentrieren, was nicht ausreichend bestraft wurde. Im Endeffekt kein Beinbruch, aber ein kleiner Rückschlag im Kampf um Platz 2, der jetzt noch einmal spannend werden dürfte.

Es spielten:

Tor: Matthias Hoffeld  Jan Schattschneider (2)

Feld: David Pfiffer (14/3) Michael Arnold (4) Dejan Pavlov (4)  Marcel Rudolph (1) Dino Zvekic (1) Alex Bernady (1)  Sascha Becker,  Maurice Duchene, Timo Scherer, Lukas Schwindling