Kinsces rettet 2 Punkte für Wölfe gegen St. Ingbert (33:32)

Das Team um Wölfetrainer Michael Göbel musste an diesem Sonntag auf Dirk Ströker, der auf dem Weg der Besserung ist, und Maurice Duchene verzichten. Wieder mit an Bord war Laszlo Kinsces. Da mit Duchene eine wichtige Stütze in der 6:0 Abwehr fehlte, agierten die Wölfe in einer offenere 4:2 Deckung gegen die Hauptakteure aus St. Ingbert. Dies schien auch am Anfang zu funktionieren, die Wölfe kamen schnell in ihr Umschaltspiel und über Gegenstöße oder die zweite Welle führte man nach 5 Minuten 5:2. In den folgenden Minuten begann diese Abwehr sich aber mehr und mehr aufzulösen, mangelnde Absprache oder ein falscher Abstand zu dem Gegner ließen St. Ingbert immer wieder zu leichten Toren kommen, bei denen auch Torwart Hoffeld oft chancenlos war. Dass die Wölfe trotzdem ihren 3-2 Torevorsprung immer wieder halten konnte, lag an dem guten Angriffsspiel. Die sehr passiv agierende St. Ingberter Deckung konnte durch schnelles Passspiel immer wieder aufgerissen werden. Die beiden Merziger Toptorschützen David Pfiffer und Laszlo Kinsces zeigten hierbei ihre Qualitäten als Passgeber und Vorbereiter, wo von insbesondere die heute treffsicheren Außen Becker und Scherer profitierten, die zusammen 8 Tore in der ersten Halbzeit erzielten. Auch Michael Arnold kam immer wieder mit viel Dynamik aus dem Rückraum und sorgte für schnelle Tore. Aber Sorgenkind am heutigen Abend blieb die Abwehr, eine Umstellung in der 22. Minute auf die gewohnte 6:0 Deckung zeigte kurz Besserung aber zwei unglückliche Schlagwürfe, die geblockt ins Tor fielen führten dazu, dass die Wölfe mit 19:16 in die Halbzeit ging.

In der Halbzeit wurde die Abwehr etwas umgestellt, Zveckic sollte mit Marcel Rudolph jetzt den Innenblock bilden, was für mehr Stabilität im Deckungsspiel sorgen sollte. Sonst wurde der Fokus auf das Tempospiel gelegt, da man den Gegner in der zweiten Halbzeit überlaufen wollte.

Die ersten Minuten der zweiten Hälfte gehörten auch den Wölfen, Pavlov brachte oft Zveckic ins Spiel, der aus dem Rückraum vollstreckte. Ein kurzer Zwischenlauf der St. Ingberter verkürzte den Abstand wieder auf zwei Tore (23:21 in der 40. Minute). Die Wölfe ließen sich aber wenig davon beunruhigen und bauten über Pfiffer, Kinsces und Zveckic ihre Führung weiter aus (27:22 nach 45 Minuten). Ein komfortabler Vorsprung den die Wölfe weiter ausbauen könnten, aber Pfiffer scheiterte am Pfosten und auch Rudolph traf nur das Aluminium. 9 Minuten vor Schluss erzielte der St. Ingberter Kreisläufer, den die Wölfe heute weniger in den Griff bekam, den Anschlusstreffer zum 29:27 und eine zweifelhafte Zwei-Minuten-Strafe gegen Zveckic brachte eine Unruhe in die HSV Mannschaft. In Überzahl kam St. Ingbert auf ein Tor heran und als Pfiffer einen Ball an das Lattenkreuz hämmerte konnte Ingbert im Gegenzug ausgleichen und nach einer zwei Minutenstrafe gegen David Pfiffer im Gegenzug sogar erstmals in Führung gehen (57. Minute). Die letzten 3 Minuten entwickelte sich ein offener und hitziger Schlagabtausch, in dem St. Ingbert nach einer weiteren 2 Minutenstrafe gegen Pavlov in der 59. Minute in Führung gehen konnte (32:31). In Unterzahl konnte sich HSV- Kapitän Pfiffer aber im 1:1 durchsetzen und erzielte 30 Sekunden vor Schluss den Ausgleich. Nun war die Devise klar, irgendwie in den 30 Sekunden das Unentschieden halten, aber nach einen geblockten Wurf kam Merzig in Ballbesitzt und stürmte nach vorne. Rudolph wurde bei ca 9m an gespielt und wurde per Foul am Wurf behindert, die Schiedsrichter entschieden anstatt auf 7m auf Freiwurf, da zugleich ein Wechselfehler auf der St. Ingberter Bank geschah kochte die Stimmung über und laute Proteste der Merziger wurden mit zwei Minutenstrafen geahndet und zwei Roten Karten gegen die Bank des HSV. Aber alle Proteste nützten nichts und es blieb bei Freiwurf. Eigentlich war allen Zuschauern klar, dass das Spiel nun Unentschieden endet, aber Laszlo Kinsces schien von der aufgebrachten Stimmung wohl extra motiviert zu sein und brachte den Ball am Block vorbei irgendwie in das rechte Eck unter, wodurch die Wölfe mit einem Tor gewannen.

Somit haben die Wölfe zwei Punkte gerettet, in einem Spiel, indem sie 57. Minuten lang führten, aber auf Grund einer schlechten Defensivleistung den Gegner immer in Schlagdistanz ließen. Zu viele liegengelassene Chancen und technische Fehler in der zweiten Halbzeit führten zu dem Comeback der St. Ingberter. Alle Mannschaftsteile zeigten heute, mit Ausnahme der Außenspieler in der ersten Halbzeit keine sonderlich gute Leistung. In dieser Saison hat man schon besser gespielt und trotzdem Spiele verloren, aber irgendwie hatte man am Ende etwas mehr Glück und gewann noch ein Spiel, dass man selbst wieder knapp gemacht hat.

Es spielten:

Tor: Matthias Hoffeld

Feld: Michael Arnold (5), Sascha Becker (5), Laszlo Kinsces (5/1) Timo Scherer (4) Marcel Rudolph (4), Dino Zveckic (3) David Pfiffer (3) Dejan Pavlov (3) Alex Bernady (1) Micha Zimmer, Lukas Schwindling