H2: Die Zwoote gewinnt gegen die HG Saarlouis III !

14.12.2021
Karate Biber und die magische Salbe – der zwoote Hieb schlägt wieder zu

Wer erinnert sich nicht gerne an die unzähligen Karate und Kung Fu Filme der 80er zurück. Ein junger oder jugendlicher Protagonist macht sich auf, die hohen Kampfkünste zu lernen, stellt fest, dass da mehr dahinter steckt als nur draufzukloppen, findet, in der Regel angeleitet von einem alten Meister, idealerweise mit asiatischem Migrationshintergrund, seine innere Mitte und gewinnt den Endkampf gegen einen beliebigen Bösewicht (und optional das Mädchen), indem er über sich herauswächst. Am Samstagabend drehten die Herren eine Neuauflage mit Jean Claude Johannes als jugendlichem Helden und Laci Miyagi als weisem alten Mentor. Der ist zwar noch gar nicht so alt, hat aber gefühlt Jahrzehnte an Handballerfahrung und kommt auch aus dem fernen Osten.

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Einigen der Recken, die Jean Claude Johannes auf seinem Weg zum Meister begleiteten, mangelte es hingegen an Kampferfahrung. Nach langer Pause waren Ong Bak Lamber und Frank Dux Heidweiler wieder einsatzbereit, ebenso wie Jannik Sub Zero Mertes. Mit Johnny Cage Bessey, Kano Scherhag und Chun Li Zapp war immerhin ein Großteil der Stammbesetzung einsatzbereit, als special Guest war General. M. Becker anwesen. Fürs Tor war Yokozuna Johannes zuständig, der an diesem Abend wieder einmal glänzte und fast alles aus dem Ring schob, was zu schieben war. Zudem hielt sich John K(r)ess(e) auf der Bank bereit. Quincy Zabka hat den letzten Kampf noch nicht verdaut und musste sich aufs anfeuern beschränken.

Strike first, strike hard, no mercy so die Lektion die im Cobra Kai Djo gelehrt wird. Da der zwoote Hieb sich aber nach den Lehren von Laci Miyagi richtet, überließ man den ersten Schlag an diesem Abend konsequenterweise den Gästen, konnte den aber immerhin bis zur dritten Minute hinauszögern. Wie war das mit der Abwehr? Auftragen, polieren? Funktionierte offensichtlich gut. Hinten hielt man stand und musste nicht so viel einstecken. Falls doch mal jemand die Deckung durchbrach stand Yokozuna Johannes schon bereit und kümmerte sich um den Rest. Vorne aber wars holprig: „Ich fürchte nicht den Mann, der 10.000 Kicks einmal geübt hat, aber ich fürchte mich vor dem, der einen Kick 10.000 mal geübt hat“, hat Bruce Lee angeblich mal gesagt. Der zwoote Hieb war da leider an diesem Abend noch weit von der 10.000 entfernt, was die Spielzüge anging. Aber irgendwas mit 1 wird es schon gewesen sein. Bessey erlöste in Minute 6 und sorgte für den Ausgleich. Trainer Schwindling tobte derweil. Leider hatte man die Kampfsportart verwechselt und machte Tai Chi. Kaum führte Gästetorwart Julien Bro eine Bewegung vor, ahmte der zwoote Hieb diese nach und warf ihn ab. Laci Miyagi musste wieder selbst ran und vormachen, was andere nachmachen sollten. Er setze den psychologisch wichtigen Kick zum 10:9 vor Halbzeitpfiff.

Die ersten Zuschauer verließen die Halle. Offenbar konnten sie es nicht mehr erwarten, sich in einer Kampfkunstschule einzuschreiben. Laci Miyagi verriet währenddessen Jean Claude Johannes das Geheimnis des Sieges. Erstaunlicherweise handelte es sich dabei weder um eine tiefgründige Weisheit aus dem Zen-Buddhismus noch um einen besonders komplexen Kick, sondern um eine Salbe. Doch selbst mit deren Hilfe wurde es äußerst eng. Zehn Minuten vor Schluss stand es 18:18. Dann verletzte sich Saarlouis’ Löffler beim Angriff. Deren Bank protestiert: Illegaler Kick! Doch das sah der Unparteiische anders. So oder so. Die Gäste mussten ohne ihren Sensei weiterspielen. Doch wie die Partie jetzt gewinnen? Da war doch was: Notfalls holt der Protagonist sich Hilfe von seinem Best Buddy: Zeit für Double Team, gemeinsam mit Johnny Cage Bessey und unter Anleitung von Laci Miyagi gelingt es Johannes erst, die Führung zum 19:18 zu setzen, Bessey kickt nach zum 20:18 und Johannes kann die Gäste endgültig zum 21:18 auf die Matte schicken. Abpfiff, die Zwoote gewinnt das All Valley Karate Tournament, Jean Claude Johannes darf den schwarzen Gürtel tragen, die Welt ist gerettet bis zum nächsten Mortal Kombat.

Zum Schluss aber noch einmal etwas ernster: Der Sieg war natürlich eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir bedanken uns bei denjenigen Fans, die uns bis zum Schluss die Treue gehalten und uns lautstark unterstützt haben und wünschen unserem verletzten Gästespieler eine gute und schnelle Genesung. P.S. Wer alle Anspielungen im Text findet, hat zu viel Zeit 😉